Netzwerken für Unternehmerinnen: Warum Sichtbarkeit online und Begegnung offline zusammengehören – plus Einladung zum Live-Format und zum Interview auf WiBnet.org.

Es gibt einen Satz, der in fast jedem Interview auf WiBnet.org irgendwann fällt. Ich frage Unternehmerinnen, was sie Gründerinnen mit auf den Weg geben würden – und die Antwort lautet in erstaunlich vielen Fällen:

„Baut euch ein Netzwerk auf. Und pflegt es.“

Nicht: Optimiert eure Prozesse. Nicht: Findet die perfekte Nische. Sondern: Sorgt dafür, dass ihr nicht allein arbeitet.

Das ist bemerkenswert, weil es Frauen sagen, die es geschafft haben. Frauen mit Produktionshallen, mit Teams, mit jahrzehntelanger Selbstständigkeit. Menschen also, die es sich leisten könnten, allein weiterzumachen. Sie tun es trotzdem nicht.

Warum Netzwerken für Selbstständige anders funktioniert

Wer angestellt ist, hat ein Netzwerk, ohne dafür etwas zu tun. Kolleginnen, Abteilungen, Flurgespräche. Man bekommt Feedback, ob man will oder nicht.

Selbstständige haben das nicht. Coaches, Beraterinnen, Einzelunternehmerinnen und Inhaberinnen kleiner Betriebe treffen ihre wichtigsten Entscheidungen oft am Küchentisch. Preise, Positionierung, Personal, der Mut zum nächsten Schritt – alles Fragen, die man mit sich selbst ausmacht.

Genau da entsteht der blinde Fleck. Nicht, weil man zu wenig weiß, sondern weil niemand widerspricht.

Ein funktionierendes Netzwerk ist deshalb kein Nice-to-have für die Auftragsakquise. Es ist Ersatz für das, was Angestellte geschenkt bekommen: Resonanz.

Die zwei Hälften: sichtbar sein und sich begegnen

Netzwerken hat für Unternehmerinnen zwei Seiten, die beide gebraucht werden.

Die eine Hälfte ist Sichtbarkeit. Wer dich nicht findet, kann dich nicht empfehlen. Wer nicht weiß, wofür du stehst, denkt bei der passenden Gelegenheit nicht an dich. Sichtbarkeit heißt: Es gibt einen Ort im Netz, an dem steht, wer du bist, was du kannst und wofür du brennst – auffindbar, verlinkt, in deinen Worten.

Die andere Hälfte ist Begegnung. Der Moment, in dem jemand dir gegenübersitzt und sagt: „Das habe ich auch versucht. Hat bei mir nicht funktioniert, und ich sage dir auch warum.“ Diese Sätze fallen nicht in Kommentarspalten. Sie fallen in Pausen, an Stehtischen, in kleinen Runden.

Wer nur online netzwerkt, sammelt Kontakte. Wer nur offline netzwerkt, wird vergessen, sobald der Tag vorbei ist.

Nur beides zusammen ergibt ein Netzwerk, das trägt.

Der Denkfehler: „Ich netzwerke, wenn ich etwas brauche“

Die häufigste Ursache dafür, dass Netzwerken sich anstrengend anfühlt, ist der Zeitpunkt. Viele fangen damit an, wenn der Auftragseingang stockt. Dann wird aus Netzwerken Akquise mit schlechtem Gewissen – und man merkt es dem Gespräch an.

Netzwerke funktionieren umgekehrt. Sie entstehen, wenn man nichts braucht, und tragen genau dann, wenn man etwas braucht. Der Aufwand liegt vorne, der Ertrag hinten.

Praktisch heißt das:

  • Gib zuerst. Eine Empfehlung, ein Kontakt, ein ehrlicher Gedanke. Fast alles davon kostet dich zehn Minuten.
  • Sei konkret in dem, was du suchst. „Ich bin offen für alles“ hilft niemandem. „Ich suche eine Steuerberaterin, die sich mit Coaching-Abrechnung auskennt“ ist eine Frage, die jemand beantworten kann.
  • Bleib in Kontakt, bevor du etwas willst. Ein Kommentar, eine Nachricht nach einer Veranstaltung, eine Verlinkung. Kleine Signale, regelmäßig.
  • Such Vielfalt statt Ähnlichkeit. Die besten Impulse kommen selten aus der eigenen Branche. Unheimlich viel lernt man von denen, die etwas anderes tun und bereits ein paar Schritte gegangen sind, die dir helfen.

Zum letzten Punkt lohnt sich ein eigener Absatz.

Warum branchenfremde Kontakte oft die wertvollsten sind

In der eigenen Branche kennt man dieselben Probleme, dieselben Lösungen und dieselben Ausreden. Man bestätigt sich gegenseitig.

Interessant wird es, wenn die Handwerksmeisterin erzählt, wie sie ihre Preiserhöhung kommuniziert hat. Wenn die Geschäftsführerin eines Produktionsbetriebs beschreibt, wie sie Führung organisiert, während du noch überlegst, ob du überhaupt jemanden einstellen sollst. Wenn die Händlerin dir zeigt, wie sie Stammkunden bindet – und du merkst, dass sich das auf dein Coaching-Angebot übertragen lässt.

Übertragung statt Kopie. Das ist der eigentliche Wert gemischter Runden.

Einladung: Live netzwerken

Ich lieb den Austausch und mei Wunsch ist es, dass es irgenwann bei uns Frauen so ist, dass wir zu jeder Anfrage eine Frau wissen, deren Kontakt wir weitergeben können

WACHSE. WERDE. WIRKE. – Das ist nicht nur das Motto für eine Veranstaltung sondern auch mein Wunsch für Wibnet.org.

Gerne würde ich mich auch mt dir austauschen und von dir lernen! Schreibe mir eine E-Mail an hallo@kexDESIGN.de und ich sende dir die nächsten hochkarätigen Einladungen zu den Treffen des Arbeitskreises Unternehmerinnen der IHK, zu Business Women IHK und zu den Treffen des BVMW „Starke Frauen. Starke Wirtschaft.“

Und die andere Hälfte: Werde sichtbar auf WiBnet.org

WiBnet.org sorgt dafür, dass man dich im Netz findet.

Das Prinzip ist einfach: Ich stelle dich und dein Unternehmen in einem Kurz-Interview vor – kostenlos und ohne weitere Verpflichtung. Du beantwortest mindestens drei Fragen, ich veröffentliche. Das stärkt deine Online-Präsenz, verlinkt dich mit anderen Unternehmerinnen und schafft ein Nachschlagewerk, in dem Gründerinnen Vorbilder finden.

Denn Vorbilder sind der Grund, warum das hier existiert. Man kann nur werden, was man irgendwo gesehen hat.

👉 Ich möchte mitmachen

Am besten du lädst dein Interview direkt hier hoch!
Zwei Schritte, ein Netzwerk:
Melde dich gerne bei mir unter hallo@kexDESIGN.de

Kornelia Exner ist eine profilierte Unternehmerin aus Florstadt, Gründerin von kexDESIGN (seit 2000) und engagiert sich leidenschaftlich für die Sichtbarkeit und Vernetzung von Frauen in der Wirtschaft. Besonders im Rahmen ihrer Arbeit mit der IHK Business Women, der Vollversammlung der IHK Gießen‑Friedberg und als Mit‑Gründerin des Arbeitskreises Unternehmerinnen legt sie großen Wert auf drei zentrale Schwerpunkte:

Strategische Sichtbarkeit

Gezielte Förderung des Online-Marketing statt wildes Rumposten.
Strategische Verlinkungen über das Online-Forum WiBnet.org. 

Netzwerke für Wachstum

Atives Mitglied der “Business Women IHK” und Mit-Gründerin und Leiterin des Arbeitskreis Unternehmerinnen der IHK Gießen‑Friedberg.

Gründen lohnt sich…

Einsatz am Frauentag und amGirlsDay um das Thema in den Fokus zu rücken, sowie aktive Unterstützung bei Angeboten des BMWK für Gründerinnen

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