Frauen sichtbar machen

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema “Gleichberechtigung im Job” und “Frauen in Führung”. Dabei habe ich häufig Einschränkungen erlebt, die nicht durch das Wissen alleine gerechtfertigt werden konnten – entweder als Angestellte oder auch als selbstständige Unternehmerin. 
Das Interesse am Thema war geweckt und ich habe mich immer wieder für das Thema interessiert, Vorträge gehört, diskutiert, viel gelesen und Veranstaltungen reflektiert.

Heute wissen wir aus der Erfahrung heraus und aus vielen Untersuchungen wie auch Veröffentlichungen, dass die Entscheidungen über Stellen-Besetzungen nicht nur auf objektiv messbaren Kriterien beruhen (Stichwort “Mini-Me-Effect”) . Ebenso wurde in anderen Veröffentlichungen festgestellt, dass es in Auswahlverfahren eine Tendenz zur Ähnlichkeit gibt, denn Ähnlichem vertraut man schneller. Dies bedeutet im Klartext, dass wir uns am liebsten mit Menschen umgeben, die uns, so sind wie wir selbst sind, ähneln.

Mit WiBnet.org war für mich im ersten Schritt wichtig eine Plattform zu schaffen, in der ich Frauen mit Ihren Spezialgebieten kennenlernen kann und über die Frauen die Möglichkeit haben, sich untereinander kennenzulernen. Aus meiner Erfahrung heraus sind Netzwerke das A und das O im Geschäftsleben und für den Aufstieg in eine Führungsrolle. Ebenso wichtig ist es jedoch, dass wir untereinander lernen uns weiterzuempfehlen. Genauso wie Männer immer einen Fachmann parat haben, so sollten wir immer eine Fachfrau parat haben. Weiterempfehlungen sind eine Stärke und wir können damit unsere jeweiligen Positionen nachhaltig verbessern.

Stillstand kommt nicht in Frage

Jetzt, nachdem WiBnet.org bereits seit einem halben Jahr existiert, konnte ich einige Frauen vorstellen. Es ist aber auch Zeit, die Plattform leben zu lassen und weiter auszubauen. Inspiriert von Janina Kugel (Aufsichtsrätin und ehemals im Vorstand bei Siemens) möchte ich hier aktuelle Artikel veröffentlichen, Anregungen geben und Inspiration sein. Und wie es nach einem solchen Entschluss ist “laufen einem dann die richtigen Personen über den Weg”….

Ich hoffe also, dass sich weiterhin genügend Interview-Partnerinnen finden und die Veröffentlichungen auf dieser Website Anregung sind. Besonders freue ich mich über Feedback oder Ideen für Artikel. Schreiben Sie mir wenn Sie Interesse haben, einen Betrag zu schreiben oder kontaktieren Sie mich gerne um mir Themen und Anregungen zu übermitteln!

Ihre Kornelia Exner

Unternehmerparlament der IHK Gießen Friedberg bereits seit 1 Jahr weiblicher

Seit 2019 bin ich, Kornelia Exner, wieder Mitglied der Vollversammlung in der IHK Gießen Friedberg. Mein Ziel ist es Unternehmer und Unternehmerinnen in wichtigen Punkten vor der Politik zu vertreten und aktiv Position zu beziehen.
Außerdem bin ich der Überzeugung, dass Diversität und Vielfältigkeit ein maßgeblicher  Faktor für Erfolg sind.

Unternehmerparlament seit 2019 weiblicher 

Anfang 2019 haben 4.186 Gewerbetreibende die zukünftige Zusammensetzung der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg gewählt – und damit auch mich. Um die insgesamt 60 Sitze bewarben sich alles in allem 97 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Landkreis Gießen, dem Vogelsbergkreis und dem Wetteraukreis. Gewählt wurden 29 Kandidaten, die bereits Mitglied der Vollversammlung waren, und 31 Frauen und Männer, die erstmals für das Parlament der Wirtschaft kandidierten.
Mit der neuen Wahl ist die seit 2019 amtierende Vollversammlung damit weiblicher geworden. Waren in der letzten Vollversammlungsperiode 12 Unternehmerinnen aktiv, sind es in der neuen Periode 18 Frauen. Diese Entwicklung finde ich persönlich sehr positiv zumal mit Frauen mehr Diverstät einkehrt und damit frischer Wind auch in das Unternehmerparlament Einzug hält.

IHK Vollversammlung als Parlament der Wirtschaft

Die IHK-Vollversammlung als Parlament der Wirtschaft sorgt dafür, dass die Interessen der Klein- und Mittelständischen Unternehmen der Region von der Politik im IHK-Bezirk und im Land gehört werden. In den IHKs kümmern sich demnach Unternehmerinnen und Unternehmer um wichtige regionale Themen – in unserem Bezirk sind das z.B. Einzelhandelsvorhaben wie z.B. das geplante Factory Outlet Center in Pohlheim oder der Einsatz zugunsten niedriger Kommunalsteuern. Insgesamt kümmert sich die Vollversammlung in Zusammenarbeit mit den hauptamtlich tätigen Mitarbeitern um wirtschaftspolitische Positionen und die Forderungen der IHK an die Politik , sie entscheidet über das Budget und wählt aus ihrer Mitte den Präsidenten und die Vizepräsidenten. Die Vollversammlung der IHK Gießen Friedberg tagt dreimal im Jahr.

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